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Paddeln bei den Krokodilen

Paddeln auf dem Rio Tacasolapa, der zum Nationalpark Las Baulas gehört. Eigentlich eine entspannte Geschichte, aber Achtung: Hier gibt es wirklich Krokodile. Man kann sie nicht übersehen. 

Unser Guide Miguel nahm uns bei der ersten Sichtung aber gleich die Angst. Er erklärte uns, dass die Riesenechsen die Kajaks als größere Tiere wahrnehmen und dann lieber wieder verschwinden. Und so war’s auch. Ich hatte selbst mit dem dicken Teleobjektiv Schwierigkeiten, ein halbwegs großes Foto zu knipsen. 

Ansonsten sahen wir vor allem viele verschiedene Reiher. Die finde ich ja sehr faszinierend. Ich habe ein wunderbares Foto von einem Blaureiher schießen können, das ihn bei der Nahrungssuche zeigt. Andere Reiher schliefen in den Bäumen, schwarze Falken zogen auf der Jagd nach Krabben durch die ausgedehnten Mangrovenwälder. 

Bei einer kurzen Wanderung am Umkehrpunkt erfuhren wir, dass nicht alles Land hier zum Nationalpark gehört. Gleichwohl wird den Eigentümern von der Regierung verboten, privaten Besitz zu bebauen. Lediglich die Nutzung als Weidegrund ist erlaubt. Ansonsten wäre wahrscheinlich auch schon alles mit Hotels bebaut worden, um dem Ansturm an US-amerikanischen Touristen gerecht zuwerden. 

Ganz zum Schluss konnten wir sogar noch die Brüllaffen beobachten, die ihren Kater vom nächtlichen Verzehr der berauschenden Blätter ausschliefen. 

Das Paddeln empfanden wir alle als sehr anstrengend. Das lag weniger an der fehlenden Übung als an der unerbittlich brennenden Sonne, die hier auf der Nicoya-Insel besonders intensiv zu sein scheint. Es dürfte sich um die trockenste und heißeste Region des Landes handeln. Zumindest ich habe mir heute einen Sonnenstich abgeholt, den ich am Nachmittag nur mit viel Ruhe und Abkühlung wieder losgeworden bin. 

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