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Pangea Park auf Falster

Auch heute starten wir mit Sonne in den Tag. Aber wir trauen dem Wetter nicht, schließlich hat es gestern Früh ähnlich schön ausgesehen, bevor dann der große Regen kam. Wir werden uns also einfach mal ins Auto setzen und in Richtung der Insel Lolland fahren, der südlichsten der großen dänischen Inseln, direkt nördlich von Fehmarn gelegen. 

Um es kurz zu machen, Lolland ist wenig ansehnlich. Wie auch auch auf den drei anderen großen dänischen Inseln wird das Landschaftsbild von großflächigen Äckern geprägt. Es gibt wenig Wald. Jetzt im Herbst ist alles kahl und trist, auf manchen Feldern hat das Gras eine unnatürlich gelbe Farbe - das sieht mir verdächtig nach Herbiziden aus. 

Das einzige für uns attraktive Ziel auf dieser Insel wäre ein Safaripark gewesen, der in dieser Woche leider geschlossen ist. Schnell verlassen wir die Tristess und kehren wieder in Richtung der Insel Falster um. Bei der Suche nach einer Unternehmung für den Nachmittag ist Mama noch auf einen kleinen Tierpark in Nykøbing gestoßen. Wenigstens ein paar Tiere, die wir vielleicht auch füttern dürfen?

Und wie! Ein Glück auch, dass die dänischen Herbstferien vorbei sind. Daher sind wir fast die einzigen Gäste mitten in der Woche. Der kleine Park befindet sich mitten im Umbau. Freia und Rasmus kümmern sich erst seit kurzer Zeit um die Geschäfte und um die Tiere hier. Mit Rasmus dürfen wir gemeinsam die Lemuren füttern, auch zu den Ottern nimmt er uns mit. Wir lernen viel über die drittgrößte Landschildkröte der Welt und über einen seltsamen Vogel, der im Englischen Froschmaul und auf Deutsch Eulenschwalm genannt wird. Er ist ein fauler Geselle, der seine Nahrung fängt, indem er einfach den Schnabel aufsperrt. Die leuchtend gelbe Farbe im Inneren lockt die Insekten ganz von alleine an, schnapp!
Ganz besonders angetan hat es allen das Stachelschweinmädchen. Rasmus erzählt, dass er gerade auf der Suche nach einem Partner für sie ist.

Einige der Einrichtungen, wie die Fledermaushöhle mit ihren Flughunden, sind spannend und sehenswert. Anderes wird noch neu gebaut oder braucht dringend eine Renovierung. Wir hoffen, dass Rasmus und Freia genügend Kraft und auch finanzielle Mittel aufbringen können, um ihre Zooträume zu verwirklichen. Das Wichtigste jedoch haben sie bereits: Ein Gefühl für ihre Tiere. 

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